Die Mensch-Maschine-Gleichung - Online Tagung 26. bis 28. März

Kopf mit Netzstruktur
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"Künstliche Intelligenz" – "Lernende Systeme" – "Maschinelles Bewusstsein": Menschliche Eigenschaften beschreiben wie selbstverständlich fortgeschrittene technische Phänomene. Die Kooperationstagung mit der Ev. Akademie Tutzing begibt sich aus den verschiedenen Perspektiven von Informatik, Psychologie, Philosophie und Kulturanthropologie auf die Spur dieser Gleichsetzung und fragt: Was bedeutet es, wenn maschinelle Prozesse und menschliche Fähigkeiten gleichgesetzt werden?

ICH HABE IM BENUTZERHANDBUCH DAS KAPITEL ÜBER DIE FESTLEGUNG DES CHARAKTERS GELESEN. 
Ian McEwan, Maschinen wie ich - und Menschen wie ihr

Techniken sogenannter Künstlicher Intelligenzen gestalten private und öffentliche Räume mehr und mehr: Digitale Assistenzsysteme wie Alexa, Siri und Co. stehen im heimischen Wohnzimmer oder bei der Organisation des Tages zur Seite. Eine Einparkhilfe unterstützt die Parkplatzsuche,  digitale Diagnosesysteme halten Einzug in die Medizin, Pflegeroboter sollen gegen Personalnotstand helfen und dergleichen mehr.

All diesen intelligenten Systemen ist dabei eine gewisse doppelte Kodierung eigen: Zwar erleichtern sie so  manchen Prozess, doch ist ihre  Funktionsweise Laien nicht ohne weiteres verständlich, ja sie kann bisweilen gar ein unheimliches Potential bergen: Was passiert mit den persönlichen Daten und Informationen, sind sie einmal in das intelligente System eingespeist? Wie zuverlässig sind die sogenannten intelligenten Systeme? Wie menschlich sollten oder können Roboter erscheinen?

Das Menschliche stellt dabei eine elementare Bezugsgröße dar, die sowohl die Produktion als auch die Nutzung Künstlicher Intelligenzen prägt: Menschliche Fähigkeiten werden hier auf die Maschine projiziert. Dies geschieht schon auf sprachlicher Ebene, um Innovationen benennen und zu begreifen. Es geschieht aber auch im technischen Prozess, wenn Informatik danach strebt, kognitive Prozesse des Menschen nachzubilden. Und es geschieht nicht zuletzt in der Anwendung der Systeme, wenn der Vergleich mit dem Menschlichen zum entscheidenden Kriterium der Nutzbarkeit wird.

Doch was bedeutet es, wenn technischen Prozessen menschliche Eigenschaften zugeschrieben werden? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für das Zusammenspiel von Mensch und Technik? Und was bedeutet die künstliche Nachbildung des Menschlichen für das Menschliche selbst? Fragen wie diesen nähern wir uns im Rahmen der Tagung aus psychologischer und informatischer, philosophischer und künstlerischer Perspektive .

Im Programm stehen theoretische Beiträge neben solchen aus dem Feld der Kunst. Literatur, Theater, elektronische und bildende Kunst dienen hier als Reflexionsraum der kulturellen Tragweite technischen Wandels.

Infos und Anmeldung hier.