Landeskirchliche Kampagne zu den bayerischen Kommunalwahlen

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Kommunalpolitik kümmert sich um die Daseinsvorsorge, um Wasser, Energie, Müllbeseitigung oder Brandschutz. Sie fördert Wirtschaft, Soziales und Bildung, Sport, Gesundheit und Pflege. Sie engagiert sich für Kultur, Jugendarbeit und Heimatpflege. Sie ist die politische Ebene, die besonders nahe am Menschen ist. Vor Ort kennen wir diejenigen persönlich, die für politische Entscheidungen verantwortlich sind. Kommunalpolitik ist das Aushängeschild der Politik im Nahbereich.


Unser starkes Kreuz für Demokratie 
Deshalb engagiert sich die ELKB im Vorfeld der bayerischen Kommunalwahlen, die am 8. März 2026 stattfinden, mit der Kampagne „Unser starkes Kreuz für Demokratie“:

"Als Kirche wollen wir nicht in erster Linie von der Seitenlinie kluge Kommentare abgeben oder nur fragen, ob 'die Politik liefert'. Wir ermutigen alle, die sich bei einer demokratischen Partei oder Vereinigung engagieren und für ein kommunalpolitisches Mandat kandidieren. Wir wollen, dass sich Christinnen und Christen mit ihren Überzeugungen und Werten in die Kommunalpolitik einbringen. Wir stehen an der Seite derjenigen, die kandidieren und die liberale Demokratie stärken. Wir unterstützen sie, gerade dann, wenn es zu Anfeindungen, Hass, Hetze und Pöbeleien kommt. Alle demokratischen Mandatsträger sollen wissen, dass sie sich auf uns verlassen können."     
 
Den Auftakt zu der kirchlichen Aktion lieferten Landesbischof Christian Kopp und Kardinal Marx bereits im Juli 2025 mit einem Wahlaufruf: Dort ermutigten sie insbesondere Christinnen und Christen, nicht nur wählen zu gehen, sondern auch zu kandidieren.  
 
Mit der Kampagne soll deutlich werden, wie viele Menschen aus den Reihen der ELKB sich in der Kommunalpolitik engagieren. Deshalb werden zum Wahlkampfbeginn im Januar 2026 „Evangelische Kandidaturen“ präsentiert. Im Sonntagsblatt und in den Sozialen Medien werden teils bekannte, teils unbekannte evangelische Christinnen und Christen porträtiert, z.B. hier. Frauen wie Männer, jung wie alt, politisch eher links und politisch eher rechts. Die Vielfalt ist unsere Stärke – in der Kirche wie in der Politik. Und das Besondere an diesem Teil unserer Kampagne ist: niemand macht „Werbung“ für sich, sondern immer für einen anderen Christenmenschen.

"Gesicht zeigen": Gesicht zeigen für die Demokratie kann im Rahmen der Kampagne jede und jeder im Rahmen einer aktuell laufenden Mitmachaktion. Einfach hier ein Foto hochladen und auf diese Weise die Anliegen der Kampagne unterstützen.
 
"Lovestorm":  Die Evangelische Jugend (EJB) bereitet derzeit eine Aktion vor, bei der junge Menschen im Netz jenen Kommunalpolitikerinnen und -politikern zur Seite springen, die Hass und Hetze ausgesetzt sind. Die jungen Menschen erhalten vorab Schulungen, um inhaltlich professionell agieren zu können und um nicht selbst Opfer von Hass und Anfeindungen zu werden. Und werden dann in den Sozialen Medien aktiv! Anmeldung bei Viktoria Altschäffel. 

Seelsorge: Aber „unser starkes Kreuz für Demokratie“ bieten wir unseren demokratischen Repräsentanten nicht nur digital, sondern auch im echten, analogen Leben! In jedem Dekanat werden wir wenigstens eine Seelsorgerin oder einen Seelsorger benennen, an die/den sich Kandidierende in der seelischen Not von Hassangriffen wenden können.   
 
Bildungsformate: Gemeinsam mit der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB) haben wir innovative und beteiligungsorientierte Veranstaltungsformate entwickelt. Diese Ideen stellen wir auf unserer Homepage zur Verfügung. Wir hoffen, dass möglichst viele Bildungseinrichtungen, regionale Diakonische Werke, Jugendwerke und Gemeinden entsprechende Veranstaltungen im Vorfeld der Wahlen durchführen. So können auch Sie sich einbringen, so können auch Sie Teil werden von „unserem starken Kreuz für Demokratie“.