Probleme mit der Gen-Schere

Chromosomes
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Kein Werkzeug hat in den vergangenen Jahren die Biologie und Medizin so euphorisiert wie die Gen-Schere CRISPR-Cas. Mit diesem Verfahren können Gene eingefügt, entfernt oder ausgeschaltet werden. Die Durchführung ist einfach, die Kosten vergleichsweise gering. Patienten schöpfen neue Hoffnungen, Investoren sehen große Potenziale, Kritiker lehnen den Eingriff aus ethischen Gründen ab. Mit den therapeutischen Möglichkeiten steigt die Notwendigkeit, nach den Vorstellungen vom menschlichen Leben zu fragen und sich zu verständigen: Welche bioethischen Leitlinien sollen gelten?

Mit Steven Hildemann (Merck KGaA), Martin Schulte (TU Dresden) und Matthias Braun (Universität Erlangen-Nürnberg) konnte ich am 4. Juni bei acatech am Dienstag in der evangelischen Stadtakademie München zu diesem hochaktuellen Thema informieren und diskutieren. Den Bericht von der Diskussion finden Sie hier.

Der deutsche Ethikrat hat in seiner jüngsten Stellungnahme zum Thema ein Moratorium vorgeschlagen, bis eine internationale Übereinkunft das Thema verbindlich regelt. In einem Gespräch mit dem Christina Özlem Geisler vom Sonntagsblatt unterstütze ich diese Forderung in Richtung einer europäischen Perspektive, mit der Tendenz, schrittweise global wirksam zu werden. Das ganze Interview lesen Sie hier online.