Digitales

Acatech-Impulspapier
Bildrechte: Acatech

Von Bausteinen für die europäische Demokratie in digitalen Zeiten schrieb ich neulich im Blick auf die Corona-App. Die Corona-Krise zeigt ja überhaupt, welche Bedeutung die Digitalisierung hat. Sie ermöglicht es, physisch auf Abstand zu bleiben, aber virtuell in Kontakt – sei es für den digitalen Unterricht, im Arbeitsleben oder privat.

Es sind Zeiten wie diese, in denen wir (neben dem Bedürfnis nach physischer Nähe) zugleich auch spüren, wie wichtig digitale Souveränität ist – und wie abhängig Europa im digitalen Raum ist.

Logo Corona-App
Bildrechte: Robert-Koch-Institut

Nun ist sie da, die lange angekündigte Corona-Warn-App der Bundesregierung. Die Werbekampagne rollt, begleitet vom Tross der Kritiker wie der Befürworter der App. Auch ich habe sie mir gestern Abend auf mein Handy geladen, diese App. Weshalb, wo doch der Höhepunkt der Pandemie bei uns überschritten scheint und die Entwicklung der App so lange gedauert hat, dass die Zweifel gewachsen sind, was sie noch bewirken kann und soll?

Nao-Roboter mit Buch
Bildrechte: Ulrich Eberl
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie richten sich viele Hoffnungen auf die mit dem Stichwort "Künstliche Intelligenz" verbundenen Möglichkeiten, Daten zu analysieren und Muster zu erkennen. Ob bei der vieldiskutierten Tracing-App oder beim Einsatz von Robotern in virenverseuchten Umgebungen spielen Grundlagen von maschinellem Lernen und intelligenten Systemen eine wichtige Rolle. Am 26. Mai ist um 19.00 Uhr in einem Webinar Gelegenheit, genauer zu erfahren, wie Künstliche Intelligenz unser Leben verändert.
Titelbild des Buches
Bildrechte: Diogenes Verlag

Künstliche Intelligenz war sicher eines der großen Themen des zu Ende gehenden Jahres. Dabei steht mir keineswegs nur der wissenschaftliche oder der gesellschaftliche Diskurs vor Augen. Zwei besonders intensive Eindrücke im Lauf des letzten Jahres verdanke ich der Kultur: Zu Beginn der Theatersaison des letzten Jahres stand im November 2019 die beeindruckende Inszenierung "Uncanny Valley" vom Stefan Kaegi in den Münchner Kammerspielen. Der Schauspieler Thomas Melle erschien dort in der Gestalt eines humanoiden Roboters auf der Bühne.

Mensch und Roboter im Dialog
Bildrechte: R. Samborsky, Collage:angenehme-gestaltung

Unter diesem Titel beschäftigte sich der Deutsche Ethikrat bei seiner Jahrestagung am 27. Juni mit den ethischen Herausforderungen der Technisierung der Pflege. Dabei wurden die die komplexen ethischen Fragen in den Blick genommen, die der Einsatz von Robotertechnologien in der Pflege, v.a. der Altenpflege aufwirft. Mit den Worten des Ethikratsvorsitzenden Peter Dabrock geht es darum, ob und wie die beiden gesellschaftlichen Megatrends, alternde Gesellschaft und Digitalisierung, zusammen kommen können.

Bei einer Diskussion in Stanford hat Yuval Noah Harari Ende April eine Gleichung in den Raum gestellt um auf die Brisanz der Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz zu verweisen: B x C x D = HH - Die Multiplikation aus Biologischem Wissen, Computer-Power und Daten(fülle) ergibt HH, den Human Hack.

Überwachungskapitalismus
Bildrechte: campus Verlag

Das dickste Buch, das derzeit bei mir auf dem Tisch liegt, stammt aus der Feder einer Ökonomin. Seit November ist die deutsche Ausgabe bei mir, die englische Ausgabe kam erst dieser Tage auf den Markt. Und doch handelt es sich um das Buch einer US-amerikanischen Autorin, zuerst auf Englisch verfasst. Die grundlegende These ihres Buches jedoch erregte im Jahr 2015 zunächst in Deutschland Aufmerksamkeit. Verantwortlich dafür war die Freundschaft der Autorin mit dem damaligen FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher.