Ende Juni fragte in der Evangelischen Akademie eine hochkarätige Runde von Forscherinnen und Forschern zusammen mit einem fachkundigen Akademiepublikum nach "Gott und Mensch im Kosmos der KI". Das Programm und die Mitwirkenden der Tagung lassen sich hier nachlesen:
https://www.eatutzing.de/veranstaltung/gott-und-mensch-im-kosmos-der-ki/.
KI
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz verändern unseren Alltag – sowie die Grundlagen und die Art unseres Lernens. Die neuen Technologien halten längst schon Einzug in das Bildungssystem. Was verändert sich, was hat uns das bislang gebracht, und vor welchen Herausforderungen stehen wir nun? Hierüber diskutierten Fachleute aus Pädagogik, Psychologie, KI und Neurobiologie im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung mit acatech (Deutsche Akademie der Technikwissenschaften) in der Evangelischen Stadtakademie München.
(Digitale) Technologie ist mit dem Versprechen angetreten, das Wissen zu demokratisieren. Das Gutenberg-Projekt versprach, klassische Werke frei lesen zu können, ohne eine physische Bibliothek besuchen zu müssen. Wikipedia hat sperrige und teure Nachschlagewerke überflüssig gemacht, um Informationen über Gottt und die Welt zu finden. Sog. Massive Open Online Courses (MOOC) sollten es jedem und jeder ermöglichen, bei den besten Wissenschaftler:innen zu lernen, ohne das Zulassungsschreiben einer Uni zu benötigen.
Vor einem Monat war ich in der tschechisch-polnischen Grenzstadt Teschen bei der Südosteuropakonferenz der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen Europas (GEKE) zu Gast. Wir diskutierten dort zu den Möglichkeiten, die der Einsatz von KI in kirchlichen Arbeitsfeldern bietet und zu den Fragen, die KI an das menschliche Selbstverständnis stellt. Die Tagung führte mir auf ihre Weise vor Augen, wie wichtig eine europäische Perspektive zum Thema ist.
Die Frage des Verhältnisses von Mensch und Technik begleitet die Medizin im Grunde seit ihren Ursprüngen. Der medizintechnische Fortschritt, besonders jedoch die neuen Entwicklungen im Bereich der sogenannten Künstlichen Intelligenz, bringen neue Brisanz in die Frage: Kann Technik heilsame Beziehungen stiften?
In diesen Tagen von einer nächsten Welle zu schreiben, klingt nach Klimapolitik oder gar nach Katastrophentourismus. Auch wenn im Folgenden viel von Eindämmung die Rede sein wird, geht es nicht um Dämme gegen die Naturgewalt des Wassers. „Eine Eindämmung ist nicht möglich.“ So überschreibt Mustafa Suleyman das erste Kapitel seines Buches „The Coming Wave“.
Gesichtserkennung an öffentlichen Plätzen und andere Fragen des Umgangs mit Daten sind ein Thema, mit dem sich die Menschenrechtsorganisation "Algorithmwatch" beschäftigt. Sowohl im europäischen Parlament wie in der Bundesregierung findet die in Berlin und Zürich ansässige Organisation Gehör. Matthias Spielkamp ist Geschäftsführer von Algorithmwatch und hat die Nichtregierungsorganisation im Jahr 2016 mit aus der Taufe gehoben.
Im Rahmen der KI-Serie "Wahnsinn und Methode" des Feuilletons der SZ erschien zu Beginn des Monats August ein Beitrag von Philipp Bovermann mit dem Titel "Unser Wille geschehe" (Link - nur mit Abo). Der Autor zeichnet darin die (quasi-)religiösen HIntergründe nach, die sich in den Biografien führender Protagonisten des aktuellen KI-Hypes finden. Ein spannender und zugleich erschreckender Artikel.
